Krankheiten |
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| Hygiene | Zur Gesundhaltung der Hühner ist Hygiene sehr wichtig. Als vorbeugende Maßnahme hat die Reduzierung des Kot-Tier-Kontaktes eine enorme Bedeutung. Dies wird durch folgende Vorgänge erreicht: täglich ist der anfallende Kot durch Reinigung des Kottisches zu entfernen. Ebenfalls täglich sind die Futter- und Trinkgefäße zu säubern, da Futerreste schnell schlecht werden und sich in Wassernäpfen Algen bilden können. Wöchentlich ist die Streu im Stall umzuharken. Bei flacher Einstreu ist diese häufig zu wechseln; sie muß unbedingt trocken sein, da sonst leicht Krankheitsherde entstehen! Monatlich sind die Sitzstangen zu reinigen und zu desinfizieren. Bei der Generalreinigung, die 1-2 Mal im Jahr durchgeführt werden sollte, wird der komplette Stall ausgeräumt und desinfiziert. Das Auslaufgelände muß diesbezüglich ebenso beachtet werden. |
| Auffäligkeiten |
Eine tägliche Kontrolle der Tiere ist selbstverständlich. Hierbei werden in der Regel Veränderungen
rechtzeitig bemerkt, wie z.B. Tiere, die aufgeplustert und apathisch sind, die Lahmheiten oder Atemgeräusche
zeigen, die wenig oder gar nichts fressen, die Durchfall haben, Juckreiz zeigen usw.
Wird ein verändertes Verhalten beobachtet, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden, da sich die Erscheinungsbilder oft sehr ähneln und meist nur von einer Fachperson erkannt werden können. Lediglich die Ektoparasiten können durch aufmerksame Beobachtung erkannt werden: Federlinge: Ca. 1-3 mm lange, flügellose, sehr bewegliche Kerbtiere, die sich von Hautschuppen, Federteilen und Drüsenabsonderungen ernähren. Sie bewirken starken Juckreiz und zerfressen die Federn. Behandlung mit Insektenpulver (Kieselgur - auch Kieselmehl, Siliciumdioxid, Novaculit, Novaculite, Tripolit, Tripolite, Diatomit oder Diatomeenerde genannt, ist eine weißliche, pulverförmige Substanz, die aus den Kieselsäureschalen fossiler Kieselalgen besteht). Kalkbeinmilben: Ca. 0,45 mm groß, setzen sich unter den Schuppen der Läufe fest. Das Hautgewebe wuchert und bildet eine dicke, borkige Schicht. Sie verursachen ebenfalls Juckreiz und Schmerzen bis zum Lahmgehen. Zur Behandlung die Läufe mit warmem Wasser und Schmierseife abwaschen und mit Öl einreiben + Stalldesinfektion. Rote Vogelmilben: Ca. 0,6 - 1 mm lang, saugen nachts das Blut der Hühner, tagsüber sitzen sie unter den Sitzstangen, in Ritzen, Spalten und sonstigen dunklen Ecken des Stalls. Sie schwächen die Hühner durch den Blutentzug, die gesamte Hautfarbe kann erblassen (v.a. der Kamm). Behandlung mit Insektenpulver (s.o.) + Stalldesinfektion. Flöhe: Im erwachsenen Stadium saugen ebenfalls Blut, die Eier in der Einstreu und dem Kot. Behandlung mit Insektenpulver (s.o.) + Stalldesinfektion. Auch Asche (z.B. aus offenem Feuer, Holzofen, Kamin) ist ein gutes (und kostengünstiges) Mittel gegen Parasiten. Durch das Vorhandesein eines Staub- oder Sandbades und regelmäßiger Hygienemaßnahmen wird einem Ektoparasitenbefall jedoch weitestgehend vorgebeugt! |



